Sind Hexen böse?

© Urheberrecht liegt bei Anna-Lena 

Nein. Leider bringen viele Menschen immer noch Hexen mit bösen alten Weibern in Verbindung, die Menschen verfluchen und ihnen Schaden zufügen möchten.
Diese Vorstellung stammt noch aus der Zeit der Christianisierung und der Inquisition. Damals schuf die Kirche das negative Bild der bösen Hexe, die für das Leid der Menschen, für Krankheit, Armut, Umweltkatastrophen, Unglücke und Hungersnöte die Verantwortung trug. Sie setzte diese Vorstellung gegen Menschen ein, die ihren alten Traditionen folgten und der Kirche im Weg standen, die alle "Kinder Gottes" zum "Rechten Glauben" bekehren wollte. Auch spielten wirtschaftliche sowie politische Interessen eine Rolle. Damals besaßen z.B. Witwen das nötige Kapital, um damit das Christentum, seine Kirchen und Diener, zu finanzieren. Es war für die Vertreter der Kirche ein leichtes sie als Hexen darzustellen, um anschließend sich ihr Vermögen anzueignen. Auch von der Gesellschaft geschätzte Hebammen und Kräuterkundige fielen dem Wahn zum Opfer. Sie standen dem neuen Stand der studierten Ärzte, die versuchten mit z.B. dem Aderlass Menschen zu heilen und dafür horrende Preise verlangten, im Weg. Die christliche Kirche schürte die Angst der Menschen und machte sich diese zu nutzte, um damit ihre Interessen zu verfolgen. Ich kann an dieser Stelle nur grob das Ausmaß der Christianisierung und der Inquisition umreißen. Wenn du mehr über die Opfer der Kirche erfahren möchtest, kann ich dir daher die Homepage http://www.kirchenopfer.de/ nur ans Herz legen.
Auch wird das Hexentum oftmals dem Satanismus gleichgesetzt, obwohl beide nichts miteinander gemein haben. Im Satanismus werden im Grunde die Werte sowie Vorstellungen der christlichen Kirche verdreht und pervertiert. Diese Form des "Glaubens" ist sehr neu und ich verstehe sie unter anderem als eine "Trotzreaktion". Das Hexentum hat mit der christlichen Kirche, ihrer Lehre sowie Gedankenansätzen oder die Verdrehung sowie Pervertierung dieser nichts zu tun. Die Wurzeln des Hexentums liegen in den europäischen Volkstraditionen, die weit vor der judeo-christlichen Theologie entstanden. Uns Hexen ist selbst die Existenz von Luzifer fremd. Auch die Vorstellung, dass Hexen den Teufel anbeten stammt aus den Zeiten der Christianisierung und der Inquisition.
Ich möchte dir mit dieser kurzen Erläuterung aufzeigen, warum Hexen als etwas Negatives wahrgenommen werden. Moderne Hexen haben jedoch nichts mit den diesen Bildern von ihnen gemein. Hexen haben sogar ein Gesetz, dass ihnen verbietet "böses" zu tun. Es lautet "Und schadet es niemanden, tue was du willst!". Kurz gesagt bedeutet das Hexengesetz, dass du nichts tun darfst, was einem anderen oder dir selbst schadet oder seinen freien Willen beeinflusst.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass dieser Begriff immer noch so negativ belastet ist und hoffe, dass wir und die kommenden Generationen daran etwas ändern werden.

Auf dem Pfad der Hexen findest Du Rituale, Zauber, Rezepte, magische Praktiken und Anleitungen rund um die Themen naturspirituelle Magie, Hexentum sowie Wicca.
Der alte Weg ist ein individueller Pfad, der sich jeder/m ZaunreiterIn anders offenbart. Die Sichtweisen, gelebten Praktiken und Riten sind einzigartig und jeder Mensch hat seinen eigenen Zugang. Gehe Deinen eigenen Weg!