Archive for the ‘Runen’ Category

7
Aug

Runen und ihre Entstehungsgeschichte

   Posted by: Lena

Exif_JPEG_PICTUREDer Ursprung der Runen und ihre Entstehungsgeschichte liegen im Dunkeln und tauchten in die Nebel des Vergessens ein, während die Zeichen die Zeit überdauerten.
Runenähnliche Symbole finden wir in vielen Ländern und in allen geschichtlichen Epochen unserer Menschheit. So wurden beispielsweise in den Grotten Mas D‘Azil und Rochbertier Zeichen aus dem Paläolithikum (Altsteinzeit) gefunden, die Runen gleichen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass Runen in ihrer heutigen Gestalt und Bedeutung auf diese Darstellungen zurück gehen. Den Runen ist gemein, dass es sich um sehr leicht zu ritzende Zeichen handelt. Ihre Formen sind so reduziert und einfach gehalten, dass es kein Wunder ist, dass ähnliche Darstellungen immer wieder eine neue Verwendung fanden.
Manch Wissenschaftler sieht in Runen die Weiterentwicklung eines etruskischen / norditalienischen Alphabets, andere der lateinischen Schrift, manche schreiben den Goten im Schwarzmeergebiet ihre Entstehung zu und andere bestehen auf einen rein nordischen Ursprung.
In der nordischen Mythologie heißt es, dass sie von Erzrednern ersonnen, von Göttern geschaffen und vom höchsten Herrscher geritzt wurden…

Die Lieder-Edda ist eine Sammlung von nordischen Götter- und Heldensagen, die nach der Christianisierung um 1270 zusammengetragen wurden. In ihr finden wir Odins Runenlied „Rúnatal“, welches von seiner Empfängnis der Runen erzählt:

„Ich weiß, daß ich hing
am windigen Baum
neun Nächte lang,
mit dem Ger verwundet,
geweiht dem Odin,
ich selbst mir selbst,
an jenem Baum,
da jedem fremd,
aus welcher Wurzel er wächst.

Sie spendeten mir
nicht Speise noch Trank;
nieder neigt ich mich,
nahm auf die Runen,
nahm sie rufend auf;
nieder dann neigt ich mich.”

(aus „Die Edda“ Übersetzung von Felix Genzmer, Spruchweisheit „Die Runenlehren“)

Odin hing 9 Tage und Nächte an dem Weltenbaum Yggdrasil, der Älter ist als alle Geschichten und Legenden der Menschen des Nordens. So weiß niemand mehr, aus welcher Wurzel er spross, wo er her kam und wer ihn schuf… er war da, vom Anbeginn der Zeit. Yggdrasil ist in der nordischen Mythologie die Verbindung der 9 Welten und somit die Versinnbildlichung des Universums und des gesamten Seins. ( Mehr dazu an anderer Stelle ;-) )
In vielen alten Zeichnungen wird Odin kopfüber an einem Fuße hängend dargestellt. 9 Tage harrt er so aus. Ein Tag und eine Nacht für jede der 9 Welten.
Odin fastet in dieser Zeit und nimmt weder Speise noch Trank zu sich. Er übt bewussten Verzicht und dieser sorgt für eine Erweiterung seines Bewusstseins.
Odin ist verletzt und wurde mit einem Speer (Ger) verwundet. Die Besondere dabei ist, dass dieser Speer ihm selbst geweiht ist. Es geht sogar soweit, denn die Wunden fügt er sich selbst zu. Es war also seine bewusste Entscheidung zu leiden, sich selbst und sein Blut zu Opfern.
Er beugt sich aus dem hoheitlichen Asgards hinab. Verlässt Stück für Stück die obere Ebene und seinen warmen Thron, geht hängend immer tiefer und tiefer, folgt dem Weg nach unten – nach ganz unten. Bis er sie erreichen kann. Tief zwischen den Wurzeln. Vor Schmerzen windend nimmt er sie rufend auf.
Erst durch diesen 9 tägigen Initiierungsprozess erweist Odin sich als würdig und erlangt die innere Bereitschaft die Runen zu empfangen. Er ist willens sich selbst aufzugeben, seine Sicherheit, sein warmes Zuhause, sein träges Dasein hinter sich zu lassen und macht sich hiermit von seinem Ballast frei. Er schmeckt den Schweiß, das Feuer und die Erde. Hierdurch wird er eins mit den 9 Welten, die ihm erst in ihrer Gesamtheit die Macht der Runen offenbaren können. Die 9 Welten, die durch den einen Baum verbunden sind und miteinander eins werden.

Manche sehen den Aspekt der Opferung in einem direkten Zusammenhang mit dem bereits sehr einflussreichen Christentum. Andere erkennen hier den grundlegenden Energieaustausch von Nehmen und Geben. Odin muss zunächst von sich geben, um die Runen überhaupt empfangen zu können. Er schafft in sich einen Raum, den die Runen einnehmen können und gibt als Ausgleich sein Blut, welches die Leere auf der anderen Seite füllen kann. Odin legt sein Schicksal in die Hände der universalen Urenergie ( Yggdrasil), ist bereit sich und sein Leben aufzugeben um zu einer tieferen Erkenntnis zu kommen. Und dafür wird er mit der Runenempfängnis belohnt.

„ Zu wachsen begann ich
und wohl zu gedeihn,
weise ward ich da:
Wort mich von Wort
zu Wort führte,
Werk mich von Werk
zu Werk führte.“

(aus „Die Edda“  Übersetzung von Felix Genzmer, Spruchweisheit „Die Runenlehren“)

29
Jul

Runen und ihre Verwendung

   Posted by: Lena

Exif_JPEG_PICTURERunen waren ein fester Bestandteil des Lebens der nordischen Völker. Noch heute zeugen mit Runen gezierte Steindenkmäler, Waffen, Schmuckstücke sowie Alltagsgegenstände von ihrer Präsenz.
Was bekannt und durch diverse Funde bestätigt wurde ist, dass Runen die Funktion eines Alphabets erfüllten. Bis auf eine kurze Phase im hochmittelalterlichen Skandinavien diente das Futhark jedoch nicht zur Alltagskommunikation und war auch nicht darauf ausgelegt.
Runen sind Sinnbilder und dienen diesen als Energieträger. Dem entsprechend ist ihre Verwendung auch wesentlich vielschichtiger, als die einfacher Buchstaben. Heute nutzen spirituelle Menschen auf der ganzen Welt wieder Runen, um mit ihnen sowohl magisch, als auch divinatorisch zu arbeiten. Nicht alle der folgenden Verwendungsmöglichkeiten sind historisch belegt – die langjährige Praxis der Runenarbeit bestätigt jedoch ihre Wirksamkeit.

Divination
Einer der heutigen Hauptaspekte in der Arbeit mit Runen liegt in der Divination. Auch wenn zahlreiche Zeugnisse aus vergangenen Tagen eindringlich vom Runenwurf berichten wird die Art und Weise des Umgangs vermutlich eine Andere gewesen sein.
Runen sind viel mehr, als ein simples Werkzeug zum Wahrsagen, zu welchem sie mitunter „Missbraucht“ werden. Sie sollten niemals in ihres Symbolik und Wirkweise mit Tarotkarten gleichgesetzt oder analog verwendet werden. Runen sind an erster Stelle sehr kraftvolle magische Zeichen. Jede Form der Arbeit mit ihnen ist ein magischer Akt und sollte bewusst zelebriert werden. Durch das Werfen der Runen beeinflusse ich bereits das Energiefeld um mich herum. Die Runen zeigen energetische Einflüsse, die sich unbewusst auf die tiefsten Ebenen unserer Seele auswirken können.

Runenritzen
Runen wurden schon immer in Holz eingeritzt. Später folgten auch andere Materialien wie Horn, Elfenbein oder Stein. Geritzt werden meistens einzelne Runen, Runenformeln oder Binderunen.
Anschließend werden die Linien der Runen mit Blut oder roter Farbe nachgezeichnet. Zum einen verbessert dies ihre Sichtbarkeit und zum anderen handelt es sich hierbei um einen magischen Akt. Das Runenfärben dient dazu sie mit Energie aufzuladen. Viele andere Kulturen kennen ebenfalls diesen Brauch der verwendet wird um den Geist des Zeichens „hinein zu färben“. Mit dem Färben erfolgt die Verwandlung und Beseelung der Rune.
Allem, was mit den eigenen Händen geschaffen wird, wohnt Magie inne. Allein durch das Anfertigen der Runen arbeite ich bereits mit ihren Energien und sie beginnen auf mich zu wirken.
Möchtest Du also die Potenziale einer bestimmten Rune für Dich nutzen, so gibt es nicht besseres als sie selbst anzufertigen und sie anschließend bei Dir zu tragen.

Binderunen
Binderunen ähneln vom Grundprinzip stark der Sigillenmagie. Die Kräfte verschiedener Runen werden miteinander kombiniert. Hierzu werden alle ausgewählten Runen miteinander verbunden. Hierdurch vereinen sich ihre Kräfte. Achte dabei darauf, dass Du keine Runen mit gegensätzlichen Energien miteinander kombinierst.
Binderunen können extrem kraftvolle Zeichen sein. Ihre Herstellung und der Umgang mit ihnen erfordern eine sichere Basis und viel Erfahrung.

Runenformeln
In der Edda finden sich Runenformeln für nahezu jede Lebenslage. Im Prinzip kann jeder diese ablesen und anwenden. Die einfachste Form der Anwendung besteht darin sie in einer entsprechenden mentalen Haltung zu ritzen.
Natürlich können auch eigene Formeln entwickelt werden. Dies setzt fundierte Kenntnisse der Materie voraus!

Runenstellungen
Jede Rune lässt sich durch eine Stellung des Körpers oder der Hände darstellen. Das Runenstellen soll die Energien der entsprechenden Rune auf die Person übertragen. Die Kräfte fließen durch Deinen Körper und gehen so auf Dich über.
Runenstellungen sind eine tolle Möglichkeit um die energetischen Potentiale einer Rune am eigenen Leib zu erfahren. Mit diesen Haltungen kann es Dir leichter fallen einen tieferen Zugang zu ihnen zu erhalten.
Eine Rune haben die meisten magisch arbeitenden Menschen schon dargestellt: Algiz. Die klassische Position zum Anrufen der Energien (Aufrecht hinstellen, die Arme links und rechts abgewinkelt in die Höhe wie bei einem Y ).

Runenintonierung
Jeder Rune wird ein Laut zugeordnet ( siehe Phonetik). Ähnlich wie beim Runenstellen kann durch die Intonierung dieses Lautes eine Verbindung zur Rune aufgebaut werden. Über diese Verbindung findet dann eine Übertragung der Energien statt. Du wirst zur Rune. Die Kombination von Runenstellungen und – intonierung ist besonders effektiv.
Den Laut kannst Du leise flüstern, murmeln, singen, laut brüllen oder nur in deinem Geiste formen – ganz nach Deinem Belieben. Höre einfach auf Dein Bauchgefühl.

28
Jul

Das Wort Rune und seine Bedeutung

   Posted by: Lena

Vorab möchte ich auf etwas hinweisen: Ich bin kein Etymologe und mir persönlich ist die genaue Abstammung des Wortes „Rune“ auch ziemlich egal. Daher werde ich hier nur begrenzt auf die Wurzeln eingehen. ;-)

Die Etymologie des neuhochdeutschen Wortes „Rune“ ist, soweit ich weiß, nicht endgültig geklärt. Das uns bekannt Wort selbst entstand erst in der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert und ist eine gelehrte Entlehnung aus dem Dänischen. Es beruht jedoch auf diverse Vorformen, die in „urgermanischen“ Dialekten zu finden sind.

Im Buch „Helrunar“ von Jan Fries finden wir hierzu folgende Angaben:

„Altenglisch:
runian (»flüstern«)
leodrunan (»Liedrunen«)

Althochdeutsch:
rune (»Geheimnis«, »Mysterium«)

Modernes Deutsch:
raunen (»Geheimnisse flüstern«)

Altirisch:
run (»Geheimnis«)

Altnordisch:
runar (»Mysterien«)

Skaldisches Altisländisch:
runi (»Freund«, »Gefährte«, »Berater«)
runnr (»Waldland«)

Mittelwalisisch:
rhin (»magischer Zauber«)

Finnisch:
runo (»Lied«, »Gesang«, »Beschwörung«)“

Belege für die Verwendung ähnlicher Wörter für „Rune“ finden sich in diversen Innenschriften, z.B.:

runo (akk.sg.):
- Stein von Einang (Norwegen – ca. 350-400 n.Chr.)

runo (gen.pl.):
- Stein von Stentoften ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)
- Stein von Björketorp ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)

runa(akk.sg.):
- Stein von Noleby (Schweden – ca. 450/600 n.Chr.)
- Spange von Eikeland (Norwegen – ca ca. 450 n.Chr.)
- Bügelfibel von Freilaubersheim (Deutschland – ca. 575 n.Chr.)

runa(akk.pl.):
- Bügelfibel von Freilaubersheim (Deutschland – ca. 575 n.Chr.)

runoz(akk.pl.):
- Stein von Stentoften ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)

runaz(akk.pl.):
- Stein von Björketorp ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)

ronoz(akk.pl.):
- Stein von Järsberg ( Schweden – ca. 450 n.Chr.)
- Brakteat von Tjurkö 1( Schweden – ca. 500 n.Chr.)
- Stein von Istaby ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)

ronu(dat.sg.):
- Stein von Björketorp ( Schweden – ca. 600-650 n.Chr.)

Über die verschieden Schreibweisen würde ich mir persönlich keine Gedanken machen, denn schließlich gab es damals noch keinen Duden. ;-)

Genauere und weitere Informationen kannst du z.B. auf der Runenprojekt Seite der Uni Kiel finden: http://www.runenprojekt.uni-kiel.de/

Was ich interessant finde ist, dass das Wort Runen vermutlich auf eine homonyme Wurzel „*rūn-„ zurückgeht. Unter Homonym versteht man ein Wort mit verschiedenen Bedeutungen ( z.B. Tau: Seil und morgendlicher Niederschlag).
Die Wurzel „*rūn-„ bedeutet so viel wie raunen, flüstern, Geheimnis, Mysterium und gleichzeitig auch ritzen, kerben, Eintiefung, Einritzung. Ich finde, dass uns damit allein schon der Begriff „Rune“ viel über ihr Wesen verraten kann.

Runen raunen, sie flüstern uns zu. Geheimnisse aus einer anderen Welt, magische Weisheit. Das Mysterium des Seins liegt in ihrem Schoß. Sei leise. Höre genau hin, und Du kannst es vielleicht vernehmen.
Weißt Du sie zu ritzen – die Nebel zu durchtrennen? Bist Du bereit Kerben zu schlagen und in ihre Tiefen vorzudringen? Durchschneide das Band des Schicksals und webe einen neuen Faden.

27
Jul

Was sind Runen?

   Posted by: Lena

Aus akademisch-wissenschaftlicher Sicht sind Runen altgermanische Schriftzeichen. Das Runenalphabet wird seinen ersten Buchstaben entsprechend „Futhark” genannt.

Es gibt unterschiedliche Alphabete mit zeitlichen und regionalen Abweichungen. Am bekanntesten sind das ältere Futhark mit 24, das jüngere Futhark mit 16 und das angelsächsische Futhork mit 33 Zeichen.

Runen waren ungefähr vom 2. bis zum 15. Jahrhundert n. Chr. im lebendigen Gebrauch. Dies ist der aktuell anerkannte Zeitraum, doch wie so oft scheiden sich hier die Geister.

Ursprünglich wurden Runen in Holzstäbe geritzt. Da Holz leicht verrottet sind leider nur wenige Zeugnisse erhalten.
Später wurden sie auch in Stein gemeißelt. Heute sind etwa 6900 mit Runen beschriftete Denkmäler bekannt. Diese befinden sich hauptsächlich in Schweden und Norwegen, jedoch auch in Dänemark, Deutschland, England, Irland, Island, den Niederlanden, Orkneys, auf Grönland und den Färöer- Inseln.
Runen wurden ebenfalls in Elfenbein geritzt oder zierten Alltagsgegenstände, Waffen sowie Schmuckstücke. Oftmals sollten so besondere Kräfte auf den jeweiligen Gegenstand übertragen werden.

Das Wort „Rune“ lässt uns bereits erahnen, dass sich mehr hinter diesen alten Zeichen verbirgt, denn es bedeutet so viel wie „Geheimnis“.
Auch wenn es sich bei den Runen um ein Alphabet handelt wurden sie ganz anders als unsere heutigen Buchstaben verwendet. Bis auf eine kurze Phase im hochmittelalterlichen Skandinavien diente das Futhark nicht zur Alltagskommunikation und war auch nicht darauf ausgelegt.
Runen sind Sinnbilder und dienen diesen als Energieträger. Sie stehen für bestimmte Lebensweisheiten und ermöglichen eine tiefere Erkenntnis über die Zusammenhänge des Seins.
Sie reflektieren ebenfalls die germanische Mythologie und stellen eine Verbindung zwischen den verschiedenen Welten her. Sie Integrieren die Welt der Menschen in den Weltenbaum und ermöglichen den Austausch der Polaritäten.
Runen arbeiten dabei mit einer archaischen Ursymbolik, die einen bildlichen Zugang zu den tieferen Ebenen unserer Psyche herstellt.
Heute nutzen spirituelle Menschen auf der ganzen Welt wieder Runen, um mit ihnen sowohl magisch, als auch divinatorisch zu arbeiten. Runen sind dabei viel mehr, als ein simples Werkzeug zum Wahrsagen und sollten niemals in ihres Symbolik und Wirkweise mit Tarotkarten gleichgesetzt oder so verwendet werden.
Runen sind an erster Stelle sehr kraftvolle magische Zeichen. Jede Form der Arbeit mit ihnen ist ein magischer Akt und sollte bewusst zelebriert werden.

26
Jul

Runen: Erlebnisse einer Hexe

   Posted by: Lena

RunenMit vierzehn erweckten sonderbare Zeichen mein Interesse, von denen ich des Nachts träumte. Ich sah Schriften vor mir und wusste, was sie bedeuteten, doch lesen konnte ich sie nicht.

Durch Zufall ergab es sich dann, dass ich mich mit einer damaligen Klassenkameradin über dieses Thema unterhielt. Sie erzählte mir, dass sie bei ihrer Großmutter ein Buch über Runen gesehen hatte und der Meinung war, dass diese Zeichen meinen ähnlich sehen müssten. Am gleichen Nachmittag besuchten wir ihre Oma. Ich war ganz nervös. Als ich dann das Buch aufschlug und die Zeichen tatsächlich jenen aus meinem Traum glichen, war ich fix und fertig mit den Nerven. Ich unterhielt mich mit der älteren Dame und war ganz gerührt, als sie mir zum Abschied das Buch schenkte.

Nachdem ich mich einige Zeit mit dem Thema Runen auseinandergesetzt hatte wurde ich in der Schule neben eine neue Klassenkameradin gesetzt. Damals war ich furchtbar schüchtern und das andere Mädchen war mir anfangs total unheimlich. Doch irgendwie merkten wir recht schnell, dass zwischen uns ein Band bestand. Es kostete mich schrecklich viel Überwindung, doch irgendwann beschloss ich ihr von den Runen zu berichten. Zu meinem größten Verwundern stellte ich fest, dass sie sich ebenfalls für diese Thematik interessierte. Kurzum beschlossen wir auf der nächsten Geburtstagsfeier einer anderen Klassenkameradin von uns heimlich abzuhauen. Die Feier fand an einem Vollmond stattfand. Für uns der perfekte Zeitpunkt um zu einem Hünengrab im etwas entfernten Wald zu wandern und dort Runen zu schnitzen. Unsere ersten Runen!

Bewaffnet mit zwei Messern, einer kleinen Säge und zwei Taschenlampen machten wir uns am besagten Tag auf den Weg. Die Straßen waren stockdunkel und die Entfernung hatten wir vollkommen unterschätzt. Aus dem kurzen Fußweg wurde dann ein 2 Stunden-Marsch bei Nacht und Nebel.
Mitten im Wald gingen uns dann natürlich auch die Taschenlampen aus. Super. Vor uns huschte etwas durchs Gebüsch und Eulen jagten uns mit ihrem Gesang furchtbare Angst ein. Überall knackte etwas. Ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Meine Freundin zerquetsche mir vor Furcht die Hand. Natürlich passierte das Unvermeidbare. Wir verirrten uns.
Zwei kleine Mädchen, alleine, ohne Licht in einem Wald, der von Schluchten und wilden Tieren (Wildschweine können ganz schön unangenehm werden und erst recht die Hasen!!!) nur so wimmelt. So standen wir also dort und wussten nicht mehr wohin. Auf einmal hörte ich eine Stimme und fing an in einer mir fremden Sprache zu singen. Ich schloss die Augen, atmete ein paar Mal tief durch und begann zu gehen. Ich wusste nicht wohin, ich vertraute nur auf das, was in mir war.
Nach einer halben Stunde erreichten wir dann den Waldrand. Ich hatte uns sicher an den Schluchten vorbeigeführt und uns war nichts geschehen. Wir fielen uns lachend in die Arme, beschlossen zu mir nach Hause zu gehen und die Runen ein anderes Mal, wesentlich besser vorbereitet, zu fertigen.

Die 5 km zu mir nach Hause liefen wir. Wir rannten durch Getreidefelder, rollten kleine Hügel hinab und badeten im Licht des Mondes. Wir sahen anschließen wie Soldaten aus, die sich 3 Wochen durch einen dichten Dschungel gekämpft hatten. ;-)

Zwar schnitzte ich in dieser Nacht keine Runen, doch etwas geschah mit mir. Ich hatte mich verändert. Auf einmal waren alle Ängste, alle Zweifel vergessen, ich fühlte mich stark, unbezwingbar und mit etwas uraltem, weisen und unglaublich liebevollem verbunden.

26
Jul

ThemenTage: Vom Raunen der Runen

   Posted by: Lena

RunenHallo ihr Lieben,

im Angesicht des Neumondes ist es soweit: Heute beginnen auf Hexentipps die Runen zu raunen.

In den letzten Wochen war es still auf dieser Seite, denn in meiner freien Zeit widmete ich mich wie so oft in meinem Leben den Runen. Runen begleiten mich schon sehr lange und so ist es fast schon verwunderlich, dass ich bis jetzt noch nie meine Erfahrungen und mein Wissen über sie auf Papier gebracht habe.
Die Arbeit mit Runen kann auf vielen Ebenen stattfinden und ihre Tiefe ist unermesslich. Immer wieder widme ich eine Zeit in meinem Leben einer Rune und immer wieder entdecke ich neue Aspekte. Ich glaube, dass Runen nur so viel von sich preisgeben, wie sie wollen und dass man sich den Zugang zu ihnen erarbeiten muss.
Runen bedeuten mir mehr, als alle anderen magischen und spirituellen Systeme. Das war schon immer so. In Runen finde ich meinen Rhythmus.

Und nach all den Jahren der Arbeit mit ihnen fühle ich mich immer noch wie ein kleines Kind, dass Goliat gegenübersteht und rein Garnichts weiß…

Heute um 16.00 Uhr geht’s mit meiner ersten Begegnung mit Runen los. :-)

Zauberhafte Grüße
Eure Lena


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